wider das elend

In einer verwalteten Welt, in der die gesellschaftliche Praxis von Unvernunft und instrumenteller Vernunft bestimmt wird, in der Hunger kein Grund zur Produktion darstellt, werden die Krisen, wird die Unmenschlichkeit weiter bestehen. Ein revolutionäres Subjekt, das sich der Abschaffung von staatlicher Herrschaft und Kapitalverwertung annimmt, um die kommunistische Diktatur der Bedürfnisse der Menschen globalgesellschaftlich praktisch werden zu lassen, ist nicht auszumachen.
Die materiellen Bedingungen der Beseitigung des Hungers und der Befreiung der Gattung sind schon lange gegeben. Doch nicht einmal die Menschheitskatastrophe, die Barbarei der losgelassenen Deutschen, schien dem Proletariat, das zuvor partiell noch eine organisierte Emanzipationsgewalt darstellte, Anlass zu sein, sich die Produktionsmaschinerie und das Mehrprodukt anzueignen, so dass die Menschheit sich ihrer bewusst wird und aus ihrer Vorgeschichte tritt.
So blieb und bleibt den KritikerInnen gestern wie heute nur der Imperativ: „Je unmöglicher der Kommunismus ist, desto verzweifelter gilt es für ihn einzutreten“ (Horkheimer). Er wird wahrscheinlich auch morgen noch der ihrige sein…